joelleViolon

Joëlle STRAUSS ist in Brüssel geboren. Im Alter von vier Jahren erhält sie ihren ersten Geigenunterricht. Ihr Musikstudium ergänzt sie durch die Fächer Gesang und Klavier, bevor sie an den Königlichen Konservatorien ihre Diplome erwirbt.
Nach einer klassischen Musikausbildung auf höchstem  Niveau  veranlasst sie ihr Interesse für die Violine, sich bei den grössten Meistern in anderen Musikgenres – Zigeunermusik, Klezmer, Jazz, orientalische Musik - weiterzubilden.
So bereist Joëlle  die Welt und lernt  und tritt auf mit dem berühmten ungarischen Roma-Geiger Roby LAKATOS, mit der nicht minder  berühmten Violinistin des “Klezmatics”-Ensembles, Alicia SVIGALS, in New York, mit Johan RENARD, Jazzprofessor am Didier Lockwood Music Center in Paris, mit Jean-Louis RASSINFOSSE, Jazzprofessor am Brüsseler Königlichen Konservatorium, und mit dem renommierten orientalischen Geiger Mohammed al MOKHLIS.
Aufgrund ihres persönlichen Werdegangs , der beinflusst ist durch ihre vielfältigen Wurzeln, ihre Reisen, ihre Begegnungen, ihre multikulturellen Erfahrungen hat sie bei ihrem Spiel einen einzigartigen, unverkennbaren Stil entwickelt, der geprägt ist von grosser Sensibilität und seltener Virtuosität.
Joëlle ist ständiges Mitglied der « Brussels Virtuosi » » ; sie tritt auf im Trio  mit Christophe Delporte (Akkordeon) und  Marc Grauwels (Querflöte) , mit letzterem auch im Duo, aber auch in anderen Formationen, in denen verschiedene Ausdrucksformen der darstellenden Kunst und Künstler aller Nationalitäten vereint sind: Schauspieler, Musiker, Tänzer, Sänger, Rapper, Performer…Ihr Eklektizismus und ihre Neugier bringen sie dazu, sich auch dem Film zuzuwenden.
Ihre Leidenschaft für Klezmer- und Zigeunermusik veranlasst sie, 2003 dem  Brüsseler jüdischen Musikensemble « KRUPNIK » beizutreten.
Joëlle widmet sich wieder dem Gesang und den  Fremsprachen ; die Musik der Sprachen hat sie stets angezogen: Spanisch, Französisch, Englisch  haben ihre Kindheit bestimmt. Zusätzlich lernt sie Russisch, Hebräisch, Ladino (Judenspanisch). Ihre Lehrerin Sonia PINKUSOWITZ macht sie mit allen Feinheiten des Jiddischen vertraut.
Durch ihre Violin- und Gesangskunst verteidigt Joëlle  zwar  mit Nachdruck eine Kultur, in der sich  ein Teil ihrer Wurzeln wiederfindet , vor allem aber setzt sie sich  für ihre  Verbreitung ein, indem sie sie anderen nahebringt, damit dieses musikalische Erbe anerkannt  wird, zu neuem Leben gelangt und die Aufführung dieser Musik ihren festen Platz  im 21. Jahrhundert findet. Trotz ihres jungen  Alters ist Joëlle bereits in ganz Europa, in Skandinavien, im Nahen Osten, in Afrika und in Nord- und Südamerika aufgetreten.

Joëlle STRAUSS ist  für den  von der Internationalen Liga gegen Rassismus und Antisemitismus (LICRA) in Paris vergebenen  Jean-Pierre-Bloch-Preis 2013 nominiert worden, mit dem « ein Künstler und dessen Werk in seiner Beziehung zu den Menschenrechten » ausgezeichnet wird.
Joëlle STRAUSS spielt auf einer aussergewöhnlichen Geige des berühmten französischen Geigenbauers des 19. Jahrhunderts, Jean-Baptiste VUILLAUME, der einer seit Beginn des 17. Jahrhunderts bekannten Geigenbauerfamilie entstammt.